Mit Ravels "Ma Mère l’oye" und "La Valse", Musik aus Prokofjews "Romeo und Julia" und dem Konzerthausorchester Berlin & Dirigent Jonathan Nott
Die Saisoneröffnung aus dem Konzerthaus Berlin unterm abendlichen Sommerhimmel erleben? Möglich wird's durch eine Live-Übetragung! Während Sie sich im Kinostuhl zurücklehnen und auf das Kulturerlebnis anstoßen, füllt sich die Bühne am Gendarmenmarkt mit den Musikerinnen und Musikern des Konzerthausorchesters.
Wenn der gefeierte Dirigent Jonathan Nott das Podium betritt, bricht begeisterter Applaus los. Es wird still, die Spannung steigt, und Sie können vor dem ersten Ton die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören. Blicken Sie den Streichern auf die Finger, kommen Sie den Bläsern ganz nah, werden Sie in Ihrem Lieblingsfreiluftkino Teil des großen Klassikpublikums und lassen Sie sich mitreißen:
Märchenhaft beginnen das Konzerthausorchester und Jonathan Nott die Saison: In "Ma mère l'oye" ["Meine Mutter, die Gans"] erweckt Maurice Ravel Dornröschen, Die Schöne und das Tier, den Kleinen Däumling und weitere in charmanten Miniaturen zu musikalischem Leben.
Sein berühmtes Stück "La Valse" von 1920 durchziehen dagegen unheimliche Untertöne, ist es doch zugleich Totentanz und ironische Huldigung des 19. Jahrhunderts. Beim Tanz bleibt das Konzerthausorchester auch mit Sätzen aus Prokofjews reich instrumentiertem, rhythmisch komplexen Ballett "Romeo und Julia".
Zwischendrin stellt sich unsere neue Residenzkomponistin Unsuk Chin mit einem Werk vor: "Subito con forza" ("plötzlich, mit Kraft"; 2020) steckt voller Anspielungen auf Beethovens Musik, dessen Todestag sich 2027 zum 200. Mal jährt. Unsuk Chin nennt ihr Werk eine "persönliche Hommage an den wohl ersten modernistischen Komponisten der Musikgeschichte."
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